Vier Pfoten gegen den Schmuggel
16.10.2026
Mein Freund Brownie
Im Dienst sucht er nach Tabak und Suchtmitteln, zu Hause gehört er zur Familie. Der achtjährige Deutsch-Kurzhaar begleitet seinen Diensthundeführer seit sieben Jahren. Beim Zoll heißt er Brownie, privat Bero.
Einen Tag vor seiner Zollhundeprüfung spürte er beim Training am Flughafen 4.000 Stangen Zigaretten auf. Daran erinnert sich sein Herrl bis heute. Die gemeinsame Ausbildung der beiden war damals gerade zu Ende gegangen. Zum Zoll gekommen war Brownie mit einem Jahr.
Erst Volksschule, dann Berufsausbildung
Am Anfang standen die Grundlagen: Anweisungen befolgen und sich richtig benehmen. Die Diensthundeführer nennen diesen Kurs liebevoll „Volksschule“. Danach begann die eigentliche Berufsausbildung, in der Brownie lernte, Marihuana, Kokain und Heroin aufzuspüren. Später kam der Schwerpunkt Tabak als Spezialisierung dazu.
Hat er etwas gefunden, bleibt er stocksteif stehen. „Der Hund friert wortwörtlich ein und zeigt mit seiner Nase an, wo der Geruch herkommt“, erklärt sein Herrchen.
Für Brownie ist die Arbeit ein Spiel
Sobald Brownie bei der Dienststelle aus dem Auto darf, weiß er: Jetzt geht es los. Für ihn ist die Suche ein Spiel. Für den Zoll ist sie eine wichtige Hilfe im Kampf gegen illegale Tabakwaren und Suchtmittel. Hunde wie Brownie schützen damit die Menschen vor Fälschungen und die Trafikantinnen und Trafikanten vor Einnahmenverlusten durch den illegalen Handel.
Den richtigen Riecher
Bis zum 1. Oktober 2026 zogen die Zollbeamtinnen und Zollbeamten gemeinsam mit ihren Diensthunden insgesamt 1.265.710 Stück Zigaretten aus dem Verkehr.
Aktuell gibt es bundesweit 29 Zollhunde, davon befinden sich drei noch in Ausbildung. Früher setzte der Zoll vor allem auf Schäferhunde und Schäferhund-Malinois-Mischlinge. Am Flughafen zeigte sich aber, dass besonders sozialverträgliche Hunde wie Brownie gefragt sind.