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Einweg E-Zigaretten:
Wende oder Ende?

20230711 E Vape Symposium 03MVG

"Das Thema ist eine Chance für die Tabakfachgeschäfte"

Der Boom der Einweg-E-Zigaretten hat national wie international – aus gesundheits-politischen und ökologischen Gründen – Diskussionen ausgelöst. Im Sommer wird die Europäische Union eine Batterie-Verordnung auf den Weg bringen, die die Mitgliedsstaaten auch bei Wegwerfprodukten zur Einführung effizienter Sammelsysteme zwingen soll.


Expertenworkshop in Wien

Aus diesem Anlass hat die MVG am Dienstag, 11. Juli, zum Expertenworkshop in Wien geladen, um mit rund 40 Vertreter*innen aus den Bereichen Ökologie und Gesundheit, Industrie und Großhandel sowie Trafikant*innen über die nachhaltige und sichere Zukunft des Produkts E-Zigarette nachzudenken.


Gestartet wurde das Symposium mit Expertenvorträgen. Dr. Thomas Nigl, der an der Montanuniversität Leoben die Arbeitsgruppe „Future Waste und Abfallwirtschaft“ leitet, gab Einblick in die ökologischen Implikationen der E-Zigarette. Ihm folgte eine Zuschaltung von Dr. Rana Pant, Abfallexperte in der Generaldirektion für Umwelt in der EU-Kommission in Brüssel. Er informierte über die Batterieverordnung und die Auswirkungen auf die Praxis.
In der anschließenden Paneldiskussion wurde beleuchtet, welche Emotionen die aktuelle Situation bzw. die regulatorischen Änderungen bei den verschiedenen Stakeholdern auslösen. Besonders auf die – von den falsch entsorgten Batterien ausgehende Brandgefahr – wurde mehrfach hingewiesen. Der Nachmittag gehörte der Ideen- und Lösungsfindung: Interdisziplinäre Workshopgruppen diskutierten, wie die Produkte der Zukunft aussehen könnten, wie Konsument*innen zum Sammeln motiviert werden können und welche Rolle den Trafiken beim Recyclen zufallen könnte.

 

 

Das Thema als Herausforderung für die gesamte Wertschöfpungskette


Die Teilnehmer*innen des E-Vape-Symposiums wurden so gewählt, dass eine ausgewogene Präsenz aus Trafikant*innen, Gesundheitswesen, Abfallentsorgern, Tabakindustrie und Großhandel vertreten war, um die divergierenden Interessen ideal zu vertreten. Bei Industrie und Großhandel wurden Personen von Organisationen geladen, die selbst die Produkte herstellen bzw. vertreiben.


Das Thema bleibt eine Herausforderung. Eine Lösung kann von einzelnen Playern der Monopolplattform alleine nicht erreicht werden und ein Verbot der Produkte würde die Branche hart treffen. MVG-Geschäftsführer Hannes Hofer betont, „dass wir die aktuelle Thematik nur lösen können, wenn wir interdisziplinär an allen Stellen der Wertschöpfungskette ansetzen. Das Thema ist eine Chance zu zeigen, dass wir auch aus ökologischer Sicht der richtige Vertriebskanal für sensible Genusswaren sind“.

 

Interdisziplinäre Workshopgruppen


Die Bereitschaft zum Dialog wurde beim Expertenworkshop von allen Seiten nachdrücklich unter Beweis gestellt. Die MVG wird bezüglich der nächsten Schritte auf ihre Partner zugehen und den Prozess weiterhin moderieren.

Bild und Text ©MVG 2023

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