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Müllstudie bestätigt
Corona-Shopping-Effekt

Grafik zum Verlauf der Importe legaler Zigaretten

Österreicher*innen haben in Österreich gekauft und versteuert

 

Eine aktuelle Studie zum grenzüberschreitenden Tabakkonsum belegt, dass 2020 und 2021 trotz sinkender Raucherzahlen mehr Zigaretten in Österreich gekauft wurde. Einkäufe in den grenznahen Billig-Zigarettenländern haben sich durch die Lockdowns halbiert. Basis für die Berechnung ist eine Analyse des Haushaltsmülls.

Der aktuelle Bericht der KPMG zum Zigarettenkonsum in der EU, UK, Norwegen und der Schweiz zeigt das geänderte Kaufverhalten der Österreicher*innen bei geschlossenen Außengrenzen auf.

Die Anzahl der nicht in Österreich eingekauften und versteuerten Zigaretten, die auf Grund der Freimenge von 800 Stück Zigaretten pro Person nach Österreich importiert worden sind, wurde anhand einer Leerpackungserhebung für den Zeitraum zwischen 2018 - 2021 erhoben.

 

Müllanalyse

Dabei wurde auf Grundlage der Anzahl von Zigarettenpackungen im Haushaltsmüll hochgerechnet, wie viele Tabakwaren „legal“ nach Österreich gebracht werden. Gezählt werden die Tabakwaren, die aus einem anderen Markt stammen als dem, in dem sie konsumiert werden.

 

Zwischen 2017 und 2021 wurden insgesamt 39.000 leere Packungen aus dem Haushaltsmüll von Frau und Herrn Österreicher gefischt.

 

Studien-Ergebnis

Durch die Hochrechnung der Daten kann der Corona-Effekt in den Jahren 2020 und 2021 aufgezeigt werden:

  • Durch die geschlossenen Grenzen ist der legale Import von Zigaretten (Freimenge 800 Stück) aus den benachbarten Niedrigpreisländern 2020 und 2021 stark gesunken. Die Österreicher*innen haben verstärkt in Österreich gekauft und versteuert.

  • Im Jahr 2021 wurden insgesamt 800 Millionen Zigaretten (2020: 900 Millionen) aus den Niedrigpreisländern nach Österreich gebracht und geraucht.

  • Zum Vergleich: 2017 waren es noch 1,6 Milliarden und 2018 noch 1,5 Milliarden Zigaretten die nicht in Österreich versteuert wurden. Durch Corona hat sich der Wert fast halbiert.

  • Die benachbarten Niedrigpreismärkte Slowenien, Tschechische Republik und Slowakei blieben auch im Jahr 2021 die Hauptquelle für ausländische Zuflüsse, wobei Slowenien im Berichtszeitraum zum ersten Mal den größten Zuflussmarkt bildet.
  • Deutschland blieb mit einem Anteil von 66% an den Gesamtabflüssen das wichtigste Zielland – an zweiter Stelle bei den Tabakeinkäufern in Österreich steht die Schweiz. Grund dafür ist, dass die Rauchwaren in Österreich günstiger sind. In Österreich zahlt man im schnitt 5,15 Euro für eine Packung Zigaretten, in Deutschland 6,33 Euro und in der Schweiz 7,89 Euro.

 

Tabaksteuer-Plus

Der verstärkte Einkauf in Österreich ist für die österreichischen Trafikant*innen, Großhändler und für die Tabakindustrie erfreulich und sorgt zudem für ein bemerkbares Plus bei der Tabaksteuer. Diese ist im Jahr 2020 um 5 Prozent und im Jahr 2021 um weitere 3,7 Prozent auf insgesamt 2,1 Milliarden Euro angestiegen.

 

Ausblick 2022

Experten erwarten jedoch auf Grund der aktuellen Zahlen für das Jahr 2022 einen Rebound-Effekt und damit wieder Tendenzen zum ursprünglichen Kaufverhalten der Österreicher*innen.

Durch die gelungene Positionierung als relevante Nahversorger ist allerdings zu erwarten, dass es vielen Trafikant*innen in der Krise gelungen ist ein Vertrauensverhältnis zu ihren „neuen“ Kund*innen aufzubauen und somit den Rebound-Effekt deutlich abzuschwächen. 

Studie der KPMG zum Download

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