Ingo Köffel - Impulsgeber

26.08.2025
Ob am anderen Ende der Welt, regional oder direkt in der Trafik – ein Mann, der sich mutig für andere einsetzt.
Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen, ist für Ingo Köffel ein wichtiger Teil seines Lebens. Als Mitglied des Lions Club setzt er sich für Projekte wie die Therapiehunde-Ausbildung oder die Unterstützung von Kindern an einer heilpädagogischen Schule ein. Ihm ist es wichtig, direkt in seiner Umgebung zu helfen – und sicherzustellen, dass diese Hilfe auch ankommt.
Es beginnt mit der Produktion
Auch beruflich steht bei dem Trafikanten Gewissenhaftigkeit an erster Stelle. Köffel hat sich in seiner Trafik auf Zigarren und Pfeifen spezialisiert und gilt auf diesem Gebiet als unbestrittener Experte. Sein Wissen vertiefte er bereits auf zahlreichen Fachreisen nach Lateinamerika. Dadurch hat er nicht nur den Weg der Zigarre vom Samen bis zum fertigen Produkt verfolgt, sondern auch die Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten genau unter die Lupe genommen. Besonders beeindruckt haben ihn Betriebe, die ihre Mitarbeitenden durch Kinderbetreuungsangebote und faire Bezahlung unterstützen.
„Der Zigarrenverkauf ist auch ein Verkauf von Emotion und Geschichte“, erklärt Köffel. Umso wichtiger ist es ihm, seine Kundschaft auch mit großer Sorgfalt zu beraten. Seine drei Mitarbeiterinnen – eine davon ist seine Ehefrau – müssen deshalb gut geschult sein. Und auch der brancheninterne Austausch liegt Köffel am Herzen. Er ist Mitglied des Verband der Cigarren- & Pfeifenfachhändler Österreichs (VCPÖ), zu dessen Obmann er 2024 gewählt wurde. So kann er garantieren, dass er alle, die in seine Trafik kommen, perfekt berät, denn zufrieden ist Köffel dann, wenn seine Kundschaft das Geschäft mit einem Lächeln verlässt.
Großes Bewusstsein
Wenn man seine Aufgabe ernst nimmt, muss man mehr auf seine Mitarbeiterinnen und sein Umfeld schauen als auf sich selbst“, zeigt sich Köffel überzeugt. Er denkt viel darüber nach, wie sich seine Branche entwickelt und welche gesellschaftlichen Veränderungen das Trafikantenwesen beeinflussen. Ihn sorgt beispielsweise, dass Tabak in der breiten Öffentlichkeit gemeinhin mit Nikotin verwechselt werde, und vermisst auch den Austausch der Politik mit jenen Menschen in Österreich, die sich auf diesem Gebiet am besten auskennen: den Trafikantinnen und Trafikanten. Er betont: „Wir tragen große gesellschaftliche Verantwortung und sind uns dessen bewusst.“
Vom Taxifahrer zum Trafikanten
Köffel ist heute leidenschaftlicher Tabakfachverkäufer und freut sich, dass er auf diese Weise auch seine Familie absichern kann. Davor verdiente er sein Geld als selbstständiger Taxifahrer, bis ihn ein Freund auf die Idee brachte, Trafikant zu werden. Köffel lebt mit einer Glasknochenkrankheit, die sich durch zahlreiche Knochenbrüche im Laufe seines Lebens ausgewirkt hat. 2012 zog er schließlich an seinen Standort beim Spar-Markt in Anif. Zunächst war es ein sieben Quadratmeter kleiner Kiosk. Drei Monate nach dem Einzug wurde der Markt umgebaut. Das betraf auch die Trafik. Nach eineinhalb Jahren Übergangsbetrieb eröffnete die Trafik schließlich in ihrer heutigen Form mit 30 Quadratmetern Verkaufsfläche. Damals schon mit dabei: Köffels Sohn. „Er war bei der Übernahme zweieinhalb Jahre alt, ist quasi hier im Spar-Markt aufgewachsen“, erinnert sich der Vater und muss dabei lachen. „Die Mitarbeiterinnen der anderen Geschäfte hier haben den Kleinen dann schon gekannt.“
Nichts anderes denkbar
Was ihn selbst betrifft, so kann er sich keinen anderen Job vorstellen. Eine Trafik ist für ihn weit mehr als ein sicherer Arbeitsplatz – das zeigte sich besonders während der Corona-Krise. Sie ist seine Berufung. Mit einem Augenzwinkern bringt er es auf den Punkt: „Ich bin ein Arbeitsfreak, wenn es notwendig ist, stehe ich auch 24 Stunden in meinem Geschäft.“
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